3 von 5 Eselsohren
Die Liebesgeschichte zwischen dem Nachtmahr Colin und dem deutschen Mädchen Elisabeth ist mit so viel Gefühl und Bodenhaftung konzipiert, dass es sich lohnt, sie bis zum Ende zu lesen. Aber leicht macht es die Autorin ihren Lesern nicht. Obwohl ich direkt nach Scherbenmond zum Folgeband gegriffen hatte, lag er schließlich ganze vier Monate fast unangetastet auf dem Nachttisch. Ende kam ich in zwei Tagen durch.
Etwas weniger Bewusstseinsstrom hätte dem Dornenkuss gut zu Gesicht gestanden. Ich habe den Eindruck, dass Bettina Belitz in der letzten Überarbeitungs-Phase der Umfang des Projekts etwas über den Kopf gewachsen ist. Trotzdem ist die Trilogie in Gänze eine grandiose Story. Diese zu Ende erzählt zu bekommen, war auch die etwas mühevollere Lektüre wert.
Mittwoch, 16. Januar 2013
Mittwoch, 9. Januar 2013
Mittwochs-Rezi: Scherbenmond von Bettina Belitz
Der Sommer ist vorbei und nach dem Showdown von Splitterherz ist Ruhe eingekehrt. Oder sollte zumindest. Bettina Belitz knüpft mit Scherbenmond dort an und schafft es, die Qualität zu halten.
Der Nachtmahr Colin ist verschwunden, hat sich sogar von seiner Elisabeth Sturm ordentlich verabschiedet. Die hängt nun in der Schwebe. Ihr Nachtmahr muss eine Lösung für sein Problem mit seiner Schöpferin finden, ihr Vater ist verschwunden und ihre Zukunft ist nach dem Abi ungewiss. Zu allem Überfluss quält sie der kalte, dunkle Winter des Westerwalds und ein nicht enden wollender Fluss grauenhafter Alpträume.
Anstatt aber nach dem Twilight-Prinzip zu stagnieren, beschließt Elli ihrem Leben einen neuen Impuls zu geben und ihren Bruder Paul in Hamburg zu besuchen. Der glaubt nicht an die Welt der Mahre und hat sich von seiner scheinbar verrückten Familie zurückgezogen. Doch kann ein anderes Leben zwei Geschwister derart entfremden, wie Elli es bei Paul feststellen muss?
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