Samstag, 8. September 2012

Mein Kangoo: Stufe 3 - Klappe, die zweite.

Der handfeste Ausbau meines Kangoos zum Hochdachkombi-Camper brauchte neben etwas Geld vor allem einen vernünftigen Plan und Zeit. Um nicht ungeduldig zu werden, gönnte ich mir im Saisonausverkauf 2011 ein "echtes Heckklappenzelt" und bin damit inzwischen recht zurfrieden.






Der Rohbau
Das Reimo-Heckklappenzelt kostete mich rund 80 Euro. Hersteller weist es für alle Busse und Hochdachkombis aus. Im Grunde ist es eine offene Zeltbahn. Oben wird eine der üblichen Fiberglasstangen eingezogen, die Mitte wird ins Kofferraumschloss geklippt, die Enden ziehe ich mit einem Spanngurt zusammen und auf Auto-Breite und in der Mitte sorgen drei Klipp-Gurte über die Klappe gespannt für Halt. Unten wird es mit Heringen fixiert - Auf Parkplätzen kann man es auch mit Expanderhaken an der Felge festtackern.



Bei einem T4 wird es wohl gänzlich unter der großen Heckklappe verschwinden, bei meinem Kangoo steht es leider an den Seiten über, so dass die Konstruktion nicht regengussfest ist. Bei schönem Wetter allerdings ne super Sache. Da auch Abspannleinen fehlen, muss man es bei Sturm und Weltuntergang ohnehin weglassen.



Die Aufrüstung
Für Schauerwetterschutz habe ich eine alte Schneeabdeckung vom Corsa eingepackt. Die passt genau über die Heckklappe und hat Ösen für die Abspannleinen montiert. Beim Festziehen sollten Personen über 1,75 m allerdings auf die Schwelle zwischen "fest" und "auf Spannung" zu achten, denn im Zweifelsfall gibt die Heckklappe einfach nach und kommt etwas weiter runter ;)




Für einen wasserdichten Innenraum trotz offener Klappe habe ich die Tür eines alten Iglu-Innenzeltes wiederverwendet. Einfach abschneiden und mit Panzertape unter die Heckklappen-Dichtung friemeln (jaaa, friemeln). Für Durchblick im Alltag und bei der Fahrt bleibt die Tür offen. An drei Seiten rahmen dann die Reißverschlüsse den Ausblick nach hinten, an einer Seite die aufgerollte Tür.