Donnerstag, 27. Dezember 2012

Wortdings12: Mein persönliches Wort 2012

Durch die Wortweide kam ich im letzten Jahr auf die Idee, mein persönliches Wort des Jahres zu wählen. Und das will ich nun für 2012 wieder tun. 


Wörter des Jahres gibt es inzwischen viele und dank des Trivia-Faktors verbreiten sie sich über Twitter, Facebook und Co. auch immer weiter. Sie huschen durch meine Wahrnehmung und sind genau so schnell verschwunden. Aber was könnte meine vergangenen 12 Monate mit einer Überschrift versehen? Was wurde viel benutzt oder erhielt eine signifikant andere Bedeutung als vor 2012?

Ich küre: trubelig




Das Adjektiv trubelig habe ich im Duden gar nicht gefunden. Noch ein Grund, es zu meinem Wort des Jahres 2012 zu machen. Aber das verwandte Nomen Trubel, das gibt es im Wörterbuch.

Der Duden sagt dazu:

Substantiv, maskulin - [mit Gewühl verbundenes] lebhaftes geschäftiges oder lustiges Treiben

Herkunft:
französisch trouble = Verwirrung; Unruhe, zu
troubler = trüben; verwirren, beunruhigen, über das Vulgärlateinische zu
lateinisch turba = Verwirrung; Lärm, Schar, Haufe

Synonyme:
Betriebsamkeit, geschäftiges/lustiges Treiben, Geschäftigkeit, Getriebe, Getümmel, Gewimmel, Gewühl, Leben, Wirbel; (umgangssprachlich) Betrieb, Hochbetrieb, Hochdruck, Remmidemmi, Rummel; (umgangssprachlich abwertend) Tamtam, Zirkus; (regional) Begängnis; (landschaftlich) Gewusel;
(umgangssprachlich veraltend) Spuk



Auf die Wortweide schickte ich es mit dieser Erklärung
"...eine schöne Bezeichnung für das wuselige, aufregende, umtriebige, hastige, anstrengende, geschäftige, wimmelige Leben. Oder nicht?"

Und das inspirierte mich dazu
Trubelig - so war mein Jahr. Und zwar in allen Facetten der Bedeutungen von "Trubel". Unter Hochdruck und bei Hochbetrieb ging es hier zur Sache. Ich war viel unterwegs, es gab tausend Pläne und genau so oft den Wechsel zu mindestens Plan B. So manches habe ich mit einem "wenn ich mal die Ruhe dafür hab" auf die lange Bank schieben müssen und einiges davon ist zu meinem Erstaunen bisher noch nicht umgesetzt. Wo ist denn bitte das Jahr hin?

Natürlich ist auch viel geschafft. Ich habe renoviert, gebastelt, geschrieben, getrauert, gearbeitet, gefeiert, gelesen, Urlaube gemacht, genäht, getanzt, besucht, gastgegeben, geplant. Und die Menschen um mich rum haben dies ebenfalls getan. Natürlich immer mit Auswirkungen auf mich. Ja, es war ein sehr anstrengendes Jahr - aber ich freue mich auf die Dinge, die es bereits angekündigt hat. Es steht viel in den Startlöchern und ich scharre ungeduldig mit den Hufen.

Doch ein klein bisschen wünsche ich mir auch, dass sich eine breitere Basis finden wird und etwas mehr Energiepuffer im nächsten Jahr.

In diesem Sinne: einen guten Rutsch ins Jahr 2013 euch allen!