Samstag, 25. Mai 2013

21. von 52 Buchfragen: Hast du schon negative Erfahrungen bei geliehenen, getauschten oder gebraucht gekauften Büchern gemacht?

Negative Erfahrungen mit -im weitesten Sinne nicht druckfrischen- Büchern? Das ist ja eine merkwürdige Frage. Ich lasse mich ja nicht gern zum meckern bringen.


Generell können natürlich Dinge vorkommen, über die sich ein Bücherfan ärgern kann:
  • außen beschädigt
  • innen beschädigt
  • Ärger mit dem Vorbesitzer

Aber ihr bringt mich schnell auf die Palme, wenn ihr über solche Sachen als "negative Erfahrungen" klagt. Denn ich denke, dass man all das im Gebrauchtmarkt nunmal erwarten muss.
Daher sind das für mich keine ach so schrecklichen, "negativen Erfahrungen", sondern der immaterielle Preis, der den z.T. spottbilligen Europreis rechtfertigt.

Will ich ein 100% jungfäuliches, tadelloses, blütenzartes Exemplar, gehe ich zum Buchhändler meines Vertrauens.




In Deutschland gibts die Preisbindung für Bücher. Zum Glück, denn sonst müssten Verlage mit viel mehr Risiko kalkulieren und unsere Bücher würden teurer werden.

Ausgenommen von der Preisbindung sind gebrauchte oder irgendwie beschädigte Exemplare und wer diese kauft, geht das Risiko ein, "negative Erfahrungen" zu machen. Den Gebrauchtbuch-Markt gibt es doch vor allem aufgrund der Annahme, dass ein Buch nicht nutzlos wird, bloß weil es schonmal jemand gelesen hat.
 Im Handel zahle ich den Preis, den der Verlag und/oder der Autor für die Kulturleistung des Büchermachens als angemessen erachtet.

Ich bin da aber vielleicht ein bisschen spitzfindiger als andere, denn ich habe im Buchhandel gearbeitet und bin nun für einen Verlag tätig. Reger Teilnehmer im Gebrauchtbuchmarkt bin ich aber auch. Ich kaufe, verkaufe und tausche Bücher.