Dienstag, 29. November 2011

Weihnachtsrituale (2): Fenster dekorieren

Die einen machen es "pünktlich" zum ersten Advent. Die anderen "pünktlich" zum ersten Dezember. Ich mache es meist spontan und ungeplant und daher immer mit dem, was grad im Haus zu finden ist: Fenster dekorieren. Denn sie zaubern Fremden, die im Bus vorbeifahren, ein wenig Weihnachtsstimmung ins Herz und begrüßen mich nach einem Arbeitstag zu Hause mit dem vielzitierten warmen Glanz.
 Dieses Jahr gab es das quietschbunte Kirchenfenster zum selber bauen.

Für ein Fenster braucht man
  • 12 Bögen Druckerpaper A4
  • 12 Bögen Transparentpapier A4  (oder 12 transparente bunte Schulhefthüllen A5)
  • eine (angebrochene) Rolle Malerkreppband
  • Tesafilm
  • eine Lichterkette oder Leuchtstoffröhre
  • etwas Pappe z.B. vom Schukarton oder einer Versandtasche
  • eine Schere
  • ein Lineal
Zuerst entstehen die Sterne. Dabei sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Anleitungen finden sich z.B. hier oder hier
Dann wird das Fenster mit dem Malerkrepp in gleichgroße Vierecke geteilt. Bei mir ergaben sich 29x29cm große Fenster - das hängt jetzt natürlich sehr von den jeweiligen Fenstern ab. In jedes Viereck wird ein Papierstern geklebt. Jetzt die Transparentfolie zuschneiden und in buntem Mix darüber kleben.

Auf die Fensterbank habe ich eine Leuchtstoffröhre gelegt, die beim letzten Küchenumbau übrig blieb. Damit sie nicht zu sehr in die Küche hinein- sondern zum Fenster hinaus leuchtet, habe ich mit Pappe eine Sichtblende gebaut. Die Lichtquelle schließt der Profi an eine Zeitschaltuhr an. Wer keine hat, muss selbst den Beleuchtungsmeister spielen.
Fertig ist die Laube! Und wenn ich jetzt abends heim komme, leuchtet mir mein Technikolor-Kirchensternfenster schon heimelig entgegen. 

Wem das zu bunt oder zu geordnet ist, der kann natürlich auch einfach mit vielen unterschiedlich großen Papiersternen das Fenster bepflastern. Die weißen Sterne blitzen auch so sehr schön. Mach ich vielleicht im nächsten Jahr wieder.

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