Samstag, 22. Juni 2013

25. von 52 Buchfragen: Welchem Genre bist du seit Jahren treu?

Der Fantastik.
Eine kleine Nabelschau

Schon im Vorlesealter habe ich die Märchen am liebsten gehabt. "Wenn schon abtauchen aus der Realität, dann bitte richtig." war schon immer meine Meinung.

Natürlich lese ich auch "normale" Romane. Geschichten, die in der "echten" Welt spielen - also ohne Superkräfte, Zauberwesen, Zukunftsvisionen, Raumschiffen, Drachen, große Questen, dafür aber mit historischen Daten, verliebten oder mordenden Menschen und jeder Menge Realität.

Aber mein Herz gehört eben der Fantastik, wie Ende sie schrieb. Wie Preußler sie erzählt hat, wie Zimmer Bradley oder Rowling sie seitenweise aufs Papier geschleudert haben und auch, wie Tolkien sie erfunden hat.




Die Märchen der Gebrüder Grimm waren meine "Einstiegsdroge". Es folgten Vorlese-Abende mit Pünktelchen, dem Urmel, Hörbe, den Opodeldocks, der Katze mit Hut. Ich erzählte mir und meiner Schwester Geschichten von Prinzen, Drachen, Wolkenwanderern, fliegenden Sofas, zeitreisenden Schaukeln und Welten in Glaskugeln. Ich liebte die TV-Produktionen von Narnia, der Puppenkiste, die tschechischen Märchen.

Etwas später folgten Momo, Krabat und die alten Sagen. Dann kam die "Erwachsenenliteratur" mit den Nebeln von Avalon, dem Herrn der Ringe und dem letzten Einhorn. Und schließlich mit meinem Schritt in den Buchhandel die große, weite Welt dessen, was Marketingmenschen heute als All-Age-Fantasy bezeichnen würden.

Harry Potter und alles, was dank dieser Jungendbuchreihe den Weg in die deutschen Verlage schafft. Trilogien, Tetralogien, Einzeltitel. Klassiker und Neues, Schrott und Schätze. Gerne mag ich auch Dystopien und kluge Sience Fitciton - das gehört jedoch meiner Meinung nach auch ins Reich des Fantastischen. So lang es nicht zu düster ist und gut geschrieben, verschlinge ich es.

Und genau um den düsteren Aspekt dreht es sich dann in der Buchfrage nächste Woche.