Samstag, 3. März 2012

Bücherzitate (Das erste Meme)

Das erste Meme der Buchliebhaber-Challenge drehte sich um Buchzitate. Die Bücherdiebin fragte zuerst hier "Was ist euer Lieblingszitat?" Bis zum 31. Oktober 2011 hatten die Teilnehmer Zeit, aber da ich mich an den anderen Aufgaben auch versucht habe, beantworte ich nun schließlich auch Nummer eins.

Aufgabe:
Veröffentlicht euer Lieblingszitat (oder eines, das ihr besonders schön findet) in einem Blogbeitrag. Ihr solltet dazuschreiben, aus welchem Buch es stammt, und gerne auch, warum ihr gerade dieses Zitat so mögt.
Und "Inszeniert" euer Lieblingszitat! Macht ein Foto von eurem Lieblingszitat - ihr könnt euer Kreativität freien Lauf lassen! Schreibt das Zitat ab und fotografiert es in einer schönen Kulisse, haltet das entsprechende Buch vor die Kamera und experimentiert drumherum mit Photoshop... oder lichtet ab, was ihr mit dem Zitat assoziiert. Ganz, wie ihr mögt!


Zwei möchte ich euch vorstellen.
Nr. 1 ist ein Zitat über Bücher und hängt als selbst gestaltetes Bild in meinem Bücherzimmer. - Daher darf es hier nicht fehlen ;) Das Bild der Bibliothek hat meine Schwester vor Jahren gemalt und ich liebe es über alles. Daher habe ich es auf einer größeren Leinwand inszeniert. Unter der Acrylmalerei findet sich das Wort "lesen" in so vielen Sprachen, wie ich im Netz Übersetzungen und Zeichensätze finden konnte. Ich habe die Worte auf 3 DinA4-Blättern im Querformat ausgedruckt und nebeneinander geklebt. Darunter folgt dann eines meiner Lieblings-Zitate: "Lesen ist Kino im Kopf" (Michael Ende)


Nr. 2 stammt aus "Alice's Adventures in Wonderland" und begleitet mich schon seit der Schulzeit. Eine kleine Weisheit über das Dilemma der vielen offenen Wege im Leben.



Alice: Would you tell me, please, which way I ought to go from here?
The Cat: That depends a good deal on where you want to get to.
Alice: I don't much care where...
The Cat: Then it doesn't much matter which way you go.
Alice: …so long as I get somewhere.
The Cat: Oh, you're sure to do that, if only you walk long enough.

John Tenniel's Illustration der Cheshire Cat aus 
Lewis Carroll's Alice's Adventures in Wonderland


Für jeden, der einen Weg verwerfen und einen anderen einschlagen muss und auch für jeden, der "gute Ratschläge" verteilen soll, legt Carroll den Knackpunkt frei. Alice hat keine Chance, ihre Frage zu dem Zeitpunkt genauer zu formulieren, weil sie nicht weiß, wo sie im Großen und Ganzen ist. Und deswegen hat die Katze keine Chance ihr eine genauere Antwort zu geben. Aber wer nicht wählt, kommt nirgendwo an - und egal wo man ankommt, von da aus geht es weiter.

Früher war ich außer mir, dass das versierte Waldtier dem verirrten Kind nicht helfen will - inzwischen bewundere ich die Abgeklärtheit der Katze.Wie oft steht man an Kreuzungen und Gabelungen. Wie oft macht man sich halb wahnsinnig durch die Annahme, es gäbe nur eine richtige Entscheidung, von der nun das gesamte Lebensglück abhinge. Anstatt dann in Grübeleien zu versinken, denke ich lieber an die Cheshire Cat. Inszeniert hat den Grundgedanken übrigens aktuell die wundervolle Band "Katzenjammer" mit "Rock - Paper - Sissors".