Mittwoch, 4. April 2012

Gestatten, Mitbewohner: Der Kater

Vor einiger Zeit stieß ich auf die Pfötchen-WG, wo Lisa ihren beiden Katzen liebevolle Seiten widmet. Und da heute mein Kater Mika ganze 9 Jahre alt wird, stelle ich ihn euch zur Feier des Tages ebenfalls vor. Er hütet, wenn ich nicht da bin, zusammen mit meiner Katze Polly meine Wohnung und sorgt auch sonst dafür, dass alles mit rechten Dingen zu geht. Als größter Schisser vor dem Herrn ist er ein ideales Frühwarnsystem.




Der Kater in Kürze
Erster Name: Mikesch
Rufname: Mika
Geburtstag: 4. April 2003
Geburtsort: Katzenhilfe Nortorf, Schleswig-Holstein
Rasse: Europäisch Kurzhaar
Schulterhöhe: 37 cm


Lieblingsposition


Eigentlich solle er ja Mikesch heißen - wie der Kater aus der Augsburger Puppenkiste. Aber leider ist er das allergrößte Hasenherz, dass ich kenne. Bei "Miii" sah man eine kleine rosa Nase zwischen den Sofatroddeln, bei ""kesch" hörte man einen lauten Rumms an der Sofarückwand. Und so ersetzte ich das "esch" durch ein "a", verwies auf einen Kopfzeichnung in Mercedesstern-Form und auf die erstaunliche Geschwindigkeit, die er auf seinen zahlreichen Fluchten erreichen konnte. Er wurde zu Mika.


Mika mit etwa 3 Monaten. Große Ohren, große Pfoten -
es war klar, dass er kein zierliches Tierchen werden würde.


Fremden gegenüber ist er bis heute mehr als misstrauisch. Mir dagegen weicht er drinnen kaum von der Seite und ist ziemlich tiefenentspannt... bis ich eine Jacke anziehe. Ob das mit seiner frühen Vergangenheit zusammenhängt? Mika ist ein Findelkind, der seine Mutter nur kurz erlebt hat. Camper haben diese in Nortorf so lange rausgelassen, bis sie geworfen hatte. Dann packten sie ihre nicht mehr trächtige Katze und machten sich aus dem Staub. Der Platzwart hat die Kätzchen dann im strömenden Regen Anfang April eingefangen und zur Katzenhilfe gebracht. Dort kamen sie in die Obhut von "Ma Lu", der Mutter von Mikas Ziehschwester Polly. Zurückbehalten hat er eine gewisse Kurzatmigkeit und außerdem sabbert er ziemlich, wenn er sich wohlfühlt. 


Mika mit etwa zwei Jahren. - Kein Bild im Sprung sondern in der
Warteposition. Dank der Kurzsprints hat er kräftige Hinterbeine.


Als Freigänger hat er inzwischen einen Hang zum Draufgängertum entwickelt und erklimmt jeden erreichbaren Baum. Bei der Konfrontation mit Gästen siegt heute oft nach einiger Zeit die Neugier oder das Territorialverhalten und drinnen weicht er mir kaum von der Seite. Seine Paradedisziplin ist das Ninja-Zeitlupen-Anschleichen, mit der er wirklich immer auf meinen Schoß kommt und das Katze-wegschmusen, mit dem er sich jeden Liegeplatz erkämpft. 


Mika heute (mal wieder auf dem Weg in "seine" Hängematte).